International Social Security Review International Social Security Review

Die International Social Security Review ist die bedeutendste internationale Vierteljahreszeitschrift der Welt auf dem Gebiet der sozialen Sicherheit.

Sie enthält Artikel führender Experten der sozialen Sicherheit mit internationalen Vergleichen und ausführlichen Studien über fachspezifische Fragen sowie Analysen der Systeme der sozialen Sicherheit in verschiedenen Ländern.

Den Mitgliedern der IVSS steht in Meine IVSS ein kostenloser Zugang zur aktuellen Ausgabe der Review auf Englisch sowie dem elektronischen Archiv früherer Ausgaben (ab 1967 für auf Englisch veröffentlichte Artikel, 2007-2013 für auf Deutsch, Französisch und Spanisch veröffentlichte) Artikel zur Verfügung.

Ab dem Jahr 2014 erscheint die International Social Security Review nur noch auf Englisch. Zusammenfassungen aller neuen Artikel sind in acht Sprachen verfügbar: Deutsch, Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Portugiesisch, Russisch und Spanisch.

Informationen und Abonnemente

Auf der vom internationalen Verlag Wiley betriebenen Plattform für Online-Veröffentlichungen haben Abonnenten Zugang zum Volltext aller Artikel der International Social Security Review , die seit 1967 veröffentlicht wurden.

Es besteht die Möglichkeit, eine Musterausgabe der International Social Security Review sowie die Inhaltsverzeichnisse und Zusammenfassungen aller Ausgaben in der Wiley Online Library zu konsultieren. Weitere Informationen darüber, wie Sie ohne Abonnement Zugang zum Volltext einzelner Artikel erhalten, finden Sie hier.

Zusammenfassungen der Artikel (Aktuelle Ausgabe: Januar-März 2017, Band 70, Nummer 1)

Paul-Anthelme Adèle

Die Sozialversicherungsnummer: Ein kleines Element als Grundlage großer Systeme

Die Angabe der Sozialversicherungsnummer gehört zu den täglichen Handlungen, die das Lebens jedes einzelnen prägen. Trotz ihrer grundlegenden normativen Funktion ist die Sozialversicherungsnummer jedoch ein wenig untersuchtes Element. Zugleich universell und in der Form unterschiedlich, handelt es sich um einen rechtlichen und technischen Standard, der sowohl Überwachungs- und Kontrollmechanismus ist als auch notwendiges Instrument für die Durchsetzung sozialer Rechte. Bei der Analyse dieses grundlegenden Elements von Systemen der sozialen Sicherheit zeigen sich bestimmte technische Schwierigkeiten, die sich durch die zunehmende Bewegungsfreiheit von Menschen und Daten ergeben. Können diese überwunden werden, dann sollte es möglich sein, einen ersten technischen Schritt in Richtung einer universellen und globalen sozialen Sicherheit zu tun.


Rogerio Nagamine Costanzi, Graziela Ansiliero und Julimar Da Silva Bichara

Hinterbliebenenrenten und ihre Auswirkungen auf den brasilianischen Arbeitsmarkt

In vielen Ländern wurden die Bestimmungen für Hinterbliebenenrenten in Zeiten festgelegt, als die weibliche Arbeitsmarktbeteiligung niedriger lag als heute. Gegenwärtig geht der Trend in vielen lateinamerikanischen Ländern in Richtung einer weiter zunehmenden Beschäftigung von Frauen. In Brasilien, wo es keine Beschränkung zum gleichzeitigen Erhalt von Alters- und Hinterbliebenenrenten gibt und wo lebenslange Renten bis vor kurzem ohne Auflagen bezogen werden konnten, hat nicht nur der gleichzeitige Bezug dieser Leistungen zugenommen, sondern es gibt auch Hinweise darauf, dass sich diese Bestimmungen negativ auf die Arbeitsmarktbeteiligung von Frauen ausgewirkt haben. Die Analyse des Falls Brasilien zeigt, dass Bestimmungen der sozialen Sicherheit zur Anpassung an Arbeitsmarktveränderungen nötig sind und dass man anerkennen muss, dass die Regeln der sozialen Sicherheit sich auf den Arbeitsmarkt auswirken können.


Dimitri Gugushvili

Die Entwicklung des georgischen Sozialschutzsystems seit der Unabhängigkeit: Eine unklare Zukunft trotz jüngster Erweiterungen

Im ersten Jahrzehnt nach dem Wandel erfuhr das georgische Sozialschutzsystem einen größeren Abbau, da die Regierung angesichts der massiven wirtschaftlichen Abschwächung und des Beinahzusammenbruchs der öffentlichen Institutionen Schwierigkeiten bekundete, die Sozialleistungen zu finanzieren. Dieser Trend hat sich 2004 gewendet: Die Wirtschaft kehrte auf einen schnellen Wachstumspfad zurück und die öffentliche Verwaltung verbesserte sich beträchtlich. Die jüngsten Reformen einschließlich der bemerkenswerten Einführung einer universellen öffentlichen Krankenversicherung sind begrüßenswerte Schritte auf dem Weg zum Aufbau eines modernen Sozialstaats. Es bleiben jedoch größere Herausforderungen, insbesondere bezüglich der beschränkten Auswirkungen des Systems auf die verbreitete Armut. Das sich verlangsamende Wachstum, das Fehlen starker sozialstaat-freundlicher Akteure und die Abwesenheit begünstigender externer Faktoren könnten das zukünftige Wachstum stoppen oder bremsen, aber der sich verändernde Charakter des Gesellschaftsvertrags zwischen Bürgern und Regierung sowie die wachsende Anerkennung durch die georgischen Politiker, dass für ein inklusives Wachstum ein funktionierendes sozialstaatliches System nötig ist, lassen viel Raum für Hoffnung.


Tamila Nutsubidze und Khatuna Nutsubidze

Die Herausforderung einer Rentenreform in Georgien: Beitragsunabhängige Renten und Altersarmut

Das nationale System der sozialen Sicherheit Georgiens bietet eine fast umfassende beitragsunabhängige Grundrentendeckung. Die Grundrente hat sich im Kampf gegen Armut bislang als wirksam erwiesen. Die Haushaltsengpässe und die alternde Bevölkerung in Georgien zeigen jedoch auch, wie wichtig es wäre, das Rentensystem zu verbessern, um seine Tragfähigkeit sicherzustellen. Der Artikel beschreibt strategische Reformentscheidungen, die nahelegen, dass eine Rentenreform in Georgien eine Anhebung des Regelrentenalters und eine geringere Leistungsgroßzügigkeit aufgrund einer Bedürftigkeitsprüfung beinhalten sollte. Der Fall der beitragsunabhängigen Grundrente Georgiens kann aussagekräftig sein für Länder mit niedrigen und mittleren Einkommen, welche eine Einführung oder eine Deckungsausweitung eines beitragsunabhängigen Rentenprogramms erwägen.


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