IVSS und IAO unterstützen Zusammenarbeit der BRICS-Länder im Bereich der sozialen Sicherheit

An important milestone in the development of the social security cooperation between the BRICS countries (Brazil, the Russian Federation, India, China and South Africa), was the adoption of the BRICS’ Ministerial Commitment to Sustainable and Universal Social Protection, during the Global Social Protection Week, organized by the International Labour Organization (ILO). The BRICS cooperation is supported by the International Social Security Association (ISSA) and the ILO.

An important milestone in the development of the social security cooperation between the BRICS countries (Brazil, the Russian Federation, India, China and South Africa), was the adoption of the BRICS’ Ministerial Commitment to Sustainable and Universal Social Protection, during the Global Social Protection Week, organized by the International Labour Organization (ILO). The BRICS cooperation is supported by the International Social Security Association (ISSA) and the ILO.

The joint Commitment was announced by His Excellency Mr Leonardo Rolim, the Brazilian Social Security Secretary, on behalf of the BRICS countries at the High-Level Conference on Achieving SDG 1.3 and universal social protection in the context of the Future of Work, which was held in Geneva, Switzerland, on 25-26 November 2019.

“I would like to take the opportunity to thank the BRICS social security authorities, the ILO leadership and the BRICS Virtual Liaison Officers for their important contribution to this historic event, also marking the Centenary of the ILO”, says Marcelo Abi-Ramia Caetano, Secretary General of the ISSA.

This important document supports the development of social security for the BRICS countries which represent more than 40 percent of the world's population  The main topics covered were also highlighted in the Declarations of the Ministers of Labour and Employment of the BRICS Countries from 2015 to 2019.

Key points of the Commitment are:

  1. To take due action to further promote social insurance and formal employment which are fundamental for ensuring universal, adequate and sustainable social protection;
  2. To promote and implement both contributory and non-contributory social security programmes for the purpose of achieving sustainable social security coverage for all;
  3. To take due action to enhance the cross-border portability of social security benefits through the conclusion of social security agreements among BRICS countries;
  4. To take due action to further build comprehensive social security systems as guided by ILO social security standards, including Convention No. 102 and Recommendation No. 202, as well as the ISSA guidelines for social security administration.

The ISSA and the ILO jointly host a Virtual Liaison Office to coordinate the Social Security Cooperation Framework of the BRICS countries.


Ein neuer richtungsweisender Bericht der Internationalen Vereinigung für Soziale Sicherheit (IVSS) zeigt, dass die Institutionen der sozialen Sicherheit auf der ganzen Welt innovative Lösungen umsetzen, um sich an die Digitalwirtschaft und die neuen Arbeitsformen anzupassen, den Bevölkerungswandel zu bewältigen, die Deckung auszuweiten und den steigenden öffentlichen Erwartungen gerecht zu werden. Der Bericht erscheint anlässlich des Weltforums für soziale Sicherheit.

In einer Welt, die durch immer schnellere technologische, wirtschaftliche und demografische Veränderungen geprägt ist, haben die Institutionen der sozialen Sicherheit neue innovative Wege gefunden, um diese Herausforderungen anzugehen und den Sozialschutz zu verbessern und auszuweiten. Bis zur Mitte dieses Jahrhunderts wird die Weltbevölkerung Berechnungen zufolge auf fast 10 Milliarden Menschen ansteigen, und die Menschen werden länger leben und neue Formen der Pflege benötigen. Bis dahin könnten an den meisten Arbeitsstellen 30 Prozent der heutigen Tätigkeiten automatisiert sein.

„Die Institutionen der sozialen Sicherheit aller Weltregionen sind Impulsgeber für Innovationen und neue Lösungen. Dank dieser Neuerungen können in den kommenden Jahren bessere Dienstleistungen für mehr Menschen angeboten werden“, sagte Marcelo Abi-Ramia Caetano, Generalsekretär der Internationalen Vereinigung für Soziale Sicherheit, anlässlich der Eröffnung des Weltforums für soziale Sicherheit und der Veröffentlichung des neuen Berichts über 10 globale Herausforderungen für die soziale Sicherheit – Entwicklungen und Innovationen 2019.

Globale Herausforderungen, regionale Unterschiede

Der Bericht bildet den Abschluss eines dreijährigen Projekts, das 2016 mit einem ersten globalen Bericht gestartet wurde, gefolgt von regionalen Berichten für Afrika (2017), Amerika (2017), Asien und den Pazifik (2018) sowie Europa (2019). Die IVSS bezieht sich darin auf die Erfahrungen von mehr als 320 Mitgliedsorganisationen in über 150 Ländern, die Tag für Tag mehr als drei Milliarden Menschen mit sozialer Sicherheit versorgen. Die Institutionen der sozialen Sicherheit stehen zwar alle vor ähnlichen Herausforderungen, doch deren Prioritäten werden je nach Region unterschiedlich gewertet.

Das Schließen der Deckungslücke ist global gesehen nach wie vor eine der größten Herausforderungen und wird in den Regionen Afrika sowie Asien und Pazifik an erster Stelle genannt und in Amerika unter den ersten drei. Rund die Hälfte der Weltbevölkerung verfügt heute immer noch über keine Form des Sozialschutzes. Die IVSS ist deshalb der Globalen Partnerschaft für einen universellen Sozialschutz bis 2030 beigetreten, die auf das Erreichen der Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen hinarbeitet.

In Europa stehen für die Institutionen der sozialen Sicherheit die Arbeitsmärkte und die digitale Wirtschaft an erster Stelle der Herausforderungen. Maßnahmen zur Bewältigung der Zunahme der Beschäftigten von Arbeitsplattformen und von Selbständigen und zur Sicherstellung eines umfassenden Schutzes für diese Personen waren ein wichtiger Schwerpunkt sowohl in der Europäischen Union als auch in vielen anderen europäischen Ländern. Die Gesundheit und Langzeitpflege ist eine weitere große Herausforderung, die in allen Regionen hoch oben auf der Liste steht.

Regionale Rangfolge der Herausforderungen für die soziale Sicherheit

Regionale Rangfolge

Erfahrungsaustausch zur Bewältigung der Herausforderungen

Der richtungsweisende IVSS-Bericht über 10 globale Herausforderungen für die soziale Sicherheit – Entwicklungen und Innovationen 2019 erscheint anlässlich des Weltforums für soziale Sicherheit, das die Internationale Vereinigung für Soziale Sicherheit vom 14. bis 18. Oktober 2019 in Brüssel, Belgien, organisiert. Knapp 1300 Führungskräfte und Experten der sozialen Sicherheit tauschen hier innovative Lösungen und Erfahrungen aus, um gemeinsame Herausforderungen anzugehen und den Schutz der Menschen in einer Welt im Wandel zu verbessern.

Informationen

Website 10 globale Herausforderungen für die soziale Sicherheit
Bericht 10 globale Herausforderungen für die soziale Sicherheit

 

 

 


Zur Unterstützung der BRICS-Länder in ihren Bemühungen, die Zusammenarbeit im Bereich der sozialen Sicherheit zu stärken, richtet die Internationale Vereinigung für soziale Sicherheit (IVSS) gemeinsam mit der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) ein virtuelles Verbindungsbüro ein.

Am 11. Juni 2019 findet im Generalsekretariat der IVSS in Genf das erste Treffen der Leiter der Verbindungsbüros für soziale Sicherheit aus den BRICS-Ländern statt. Bei dieser Gelegenheit wird auch das virtuelle Verbindungsbüro der BRICS-Länder für soziale Sicherheit ins Leben gerufen. Dieses umfasst unter anderem eine auf dem IVSS-Internetportal beherbergte Online-Kooperationsplattform. Als praktisches Werkzeug dient sie der Pflege der Kontakte und dem Informationsaustausch unter den BRICS-Ländern – Brasilien, Russische Föderation, Indien, China und Südafrika.

„Die BRICS-Länder sind entscheidende Partner für die IVSS und spielen eine zentrale Rolle in unseren weltweiten Anstrengungen für starke und dynamische Systeme und Einrichtungen der sozialen Sicherheit. Durch die Zusammenarbeit können wir auch unsere Bemühungen zur Deckungsausweitung der sozialen Sicherheit im Einklang mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung stärken“, erklärt Marcelo Abi-Ramia Caetano, Generalsekretär der IVSS.

Das virtuelle Verbindungsbüro stützt sich auf eine Vereinbarung, die 2018 auf dem vierten BRICS-Ministertreffen für Arbeit und Soziales in Durban, Südafrika, unterzeichnet wurde. Die Minister für Arbeit und Soziales einigten sich dabei auf eine Stärkung der Zusammenarbeit mit dem Ziel der Verbesserung der Systeme und Verwaltung der sozialen Sicherheit, des Austausches über Abkommen für die soziale Sicherheit und der Förderung internationaler Standards und Leitlinien.

Die Vereinbarung von Durban überträgt der IVSS und der IAO eine zentrale Rolle bei der Förderung der Zusammenarbeit unter der Leitung und Verwaltung der BRICS-Arbeitsgruppe für Beschäftigung. Dabei werden sowohl die einschlägigen IAO-Übereinkommen und -Empfehlungen über soziale Sicherheit wie auch die Umsetzung der Leitlinien der IVSS für die Verwaltung der sozialen Sicherheit berücksichtigt.

Die Agenda für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen umfasst unter anderem das Ziel, bis 2030 Systeme und Maßnahmen für den Sozialschutz für alle umzusetzen. In diesem Sinne ist die IVSS erst kürzlich der Globalen Partnerschaft für einen universellen Sozialschutz beigetreten.

 


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