IVSS veranstaltet Workshop über Sozialkredite in der Region Südspitze Südamerikas

Institutionen aus Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay stellten die Eigenschaften und den Geltungsbereich der Sozialkreditprogramme in ihren Ländern vor.

Der Zugang zu Krediten ist für Sozialleistungsempfänger meist schwierig, und oft werden sie wegen ihrer Unkenntnis oder Not von den Vermittlern und den Finanzinstitutionen bei der Festlegung der Kreditbedingungen ausgenutzt.

Deshalb haben viele Institutionen der sozialen Sicherheit damit begonnen, einzugreifen. Einige gewähren die Kredite selbst, wie die Nationale Verwaltung für soziale Sicherheit (ANSES) in Argentinien und die Anstalt für soziale Vorsorge (IPS) in Paraguay. Andere treten als Vermittler zwischen den Kreditgebern und den Leistungsempfängern auf, wie die Landesanstalt für soziale Sicherheit (INSS) in Brasilien. Wieder andere schließlich, wie die Bank für Sozialversicherung (BPS) in Uruguay, übernehmen beide Rollen.

Am Donnerstag, den 28. Juni fand ein erster Workshop für Zusammenarbeit in diesem Bereich statt. Unter der Leitung des Regionalkoordinators für Nord-, Mittel- und Südamerika der Internationalen Vereinigung für Soziale Sicherheit (IVSS) Mariano Brener und des ANSES-Generalsekretärs Alejo Maxit, der auch das Verbindungsbüro für das südliche Südamerika leitet, fanden Gespräche über Kreditsysteme statt, an denen Vertreter von Vorsorgeinstitutionen aus Argentinien, Uruguay, Paraguay und Brasilien teilnahmen.

Während des Workshops stellten die Behördenvertreter Merkmale und Geltungsbereich von Sozialkreditprogrammen des jeweiligen Landes vor. Anhand der Vorträge wurde deutlich, dass jede der Institutionen einen anderen Schwerpunkt setzt. Auch die Beträge, der Umfang der Kredite und die möglichen Empfänger sind unterschiedlich. Diese Vielfalt bereicherte den Gedankenaustausch unter den Teilnehmern.

An der Veranstaltung nahmen die Direktorin der BPS, María del Rosario Oiz Márquez; von der IPS der Verwaltungs- und Finanzmanager, Edsel González Fariña, und die Direktorin für Anlagen, Claudia Martínez Bogado, und von Brasiliens INSS der Allgemeine Koordinator für Zusammenarbeit und Internationale Angelegenheiten, Eduardo Basso teil.

Die ANSES wurde vertreten durch den Generaldirektor für Beziehungen mit Institutionen und der Gemeinschaft, Patricio Piffano; den Generaldirektor des Programms ARGENTA, Miguel White; die Direktorin für die Beziehungen mit ARGENTA-Begünstigten, Gabriela Costa, und den Koordinator internationaler Beziehungen, Hernán Bernasconi.

Beim nächsten Treffen wird das System des Einheitsschalters analysiert, ein System für einheitliche Verwaltung, mit dem eine Vielfalt von Anträgen an einem einzigen Ort bearbeitet werden kann. In vielen Ländern der Region wurde es vor Kurzem eingeführt.


Veranstaltungen Veranstaltungen