Das Grundeinkommen als Sozialschutzinstrument zur Pandemiebewältigung: Lehren aus Maricá, Brasilien

Autoren:
Jurgen De Wispelaere
Leticia Morales
Fabio Waltenberg

Nummer:
Band 77 (2024), Nummer 1-2

Link zum vollständigen Artikel:
https://doi.org/10.1111/issr.12352

Dieser Artikel erkundet den Zusammenhang zwischen zwei miteinander verwandten, aber unterschiedlichen Grundeinkommensmodellen im Kontext einer pandemischen Notlage. Das Interesse an einem Grundeinkommen schien während der COVID-19-Pandemie zwar gestiegen zu sein, dieses nahm jedoch oft die Form eines befristeten Notfall-Grundeinkommens (EBI) an und nicht eines permanenten universellen Grundeinkommens (UBI). In diesem Artikel wird der Standpunkt vertreten, dass ein Modell zum „Hoch- und Herunterfahren“ des Grundeinkommens eine Verknüpfung zwischen Notfall-Grundeinkommen und universellem Grundeinkommen ermöglichen würde, die sowohl eine praktische Lösung für die großen Herausforderungen bei der Umsetzung krisenpolitischer Maßnahmen wäre als auch ein strategisches Argument zugunsten eines universellen Grundeinkommens als politisches Instrument in Pandemiezeiten. Wir veranschaulichen diese Argumentation durch eine Gegenüberstellung des Bürger-Grundeinkommens (Renda Básica de Cidadania – RBC) in der Gemeinde Maricá, Brasilien, mit zwei vergleichbaren Programmen in derselben Region.

Themen:
Geldleistungen
Sozialpolitik und -programme
COVID-19
Stichworte:
Sozialpolitik
Geldleistungen
Leistungsverwaltung
COVID-19
Länder:
Brasilien