Ausweitung der Sozialversicherungsdeckung auf Beschäftigte des informellen Sektors in China: Eine administrative und institutionelle Perspektive

Autoren:
Jiwei Qian
Zhuoyi Wen

Nummer:
Band 74 (2021), Nummer 1

Link zum vollständigen Artikel:
https://doi.org/10.1111/issr.12258

Dieser Artikel beleuchtet einige administrative Aspekte des dezentralisierten Sozialschutzes in China. Insbesondere geht es um die Frage, welches die Haupthindernisse für eine Ausweitung der Sozialversicherungsdeckung auf Beschäftigte des informellen Sektors sind. In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat China bemerkenswerte Fortschritte auf dem Weg zu einem universellen Sozialschutz erzielt, da dieser zu einer Priorität der nationalen Politik erklärt wurde. Die Aufnahme informell Beschäftigter in eine Sozialversicherungsdeckung hinkt dem Erreichen dieses Ziels allerdings noch deutlich hinterher. In diesem Artikel wird die Anwendung der Definition von Informalität der Internationalen Arbeitsorganisation auf den chinesischen Kontext geprüft, und es wird ein Überblick über die bestehenden Renten- und Krankenversicherungen in China gegeben. Anschließend werden die Auswirkungen der Haushaltsbeziehungen der Volksrepublik zwischen den einzelnen Regierungen und der dezentralisierte Sozialschutz im mehrschichtigen chinesischen Regierungssystem diskutiert. Der Artikel weist darauf hin, dass es in einem System dezentral verwalteter Sozialversicherungen viele informell Beschäftigte gibt, die aufgrund der niedrigen Leistungen und der hohen Erfüllungskosten aus dem System austreten. Dies führt zu einer lückenhaften Sozialversicherungsdeckung bei Beschäftigten des informellen Sektors.

Themen:
Deckungsausweitung
Stichworte:
Sozialversicherung
informelle Arbeitnehmer
informelle Beschäftigung
Deckung
Länder:
China