Hinterbliebenenrenten und ihre Auswirkungen auf den brasilianischen Arbeitsmarkt

Autoren:
Julimar Da Silva Bichara
Rogerio Nagamine Costanzi
Graziela Ansiliero

Nummer:
Band 70 (2017), Nummer 1

Link zum vollständigen Artikel:
https://doi.org/10.1111/issr.12126

In vielen Ländern wurden die Bestimmungen für Hinterbliebenenrenten in Zeiten festgelegt, als die weibliche Arbeitsmarktbeteiligung niedriger lag als heute. Gegenwärtig geht der Trend in vielen lateinamerikanischen Ländern in Richtung einer weiter zunehmenden Beschäftigung von Frauen. In Brasilien, wo es keine Beschränkung zum gleichzeitigen Erhalt von Alters- und Hinterbliebenenrenten gibt und wo lebenslange Renten bis vor kurzem ohne Auflagen bezogen werden konnten, hat nicht nur der gleichzeitige Bezug dieser Leistungen zugenommen, sondern es gibt auch Hinweise darauf, dass sich diese Bestimmungen negativ auf die Arbeitsmarktbeteiligung von Frauen ausgewirkt haben. Die Analyse des Falls Brasilien zeigt, dass Bestimmungen der sozialen Sicherheit zur Anpassung an Arbeitsmarktveränderungen nötig sind und dass man anerkennen muss, dass die Regeln der sozialen Sicherheit sich auf den Arbeitsmarkt auswirken können.

Themen:
Hinterbliebene(r)
Stichworte:
Hinterbliebenenleistungen
Reform der sozialen Sicherheit
Arbeitsmarkt
Arbeitnehmerin
Länder:
Brasilien