Versicherung von Langlebigkeitsrisiken: China greift auf innovative Leistungen aus der Vergangenheit zurück

Autoren:
Tianhong Chen
John A. Turner

Nummer:
Band 68 (2015), Nummer 2

Link zum vollständigen Artikel:
https://doi.org/10.1111/issr.12063

Langlebigkeitsversicherungen sind aufgeschobene Renten, die erst im späten Alter ausgezahlt werden, zum Beispiel ab 80 Jahren. Von solchen Langlebigkeitsversicherungen können ältere Menschen im Ruhestand profitieren, deren Sparguthaben aufgebraucht sind. Der private Sektor bekundet jedoch Mühe, derartige Versicherungen anzubieten. Ursprünglich waren die Altersleistungsprogramme der Sozialversicherungen einiger Länder als Langlebigkeitsversicherungen konzipiert, und 50 Prozent oder weniger der ins Arbeitsleben Tretenden erlebten die Leistungsauszahlung. Mit der steigenden Lebenserwartung haben sich die Leistungen dieser Programme jedoch nach und nach zu Leistungen gewandelt, die von den meisten ins Arbeitsleben Tretenden irgendwann erhalten werden. Dieser Artikel zeigt auf, dass die Wiedereinführung von Langlebigkeitsversicherungen als Teil der Altersleistungsprogramme der Sozialversicherung eine wichtige Neuerung sein könnte, vor allem da diese Art von Leistung vom Privatsektor allgemein nicht angeboten wird. China führte im Rahmen des nationalen Sozialversicherungssystems Langlebigkeitsversicherungsleistungen ein, die auch für andere Länder als Modell dienen könnten, insbesondere für Länder mit geringen Altersleistungen der Sozialversicherung.

Themen:
Altersrenten
Stichworte:
Leibrente
Altersrisiko
Altersruhegeld
Länder:
China