Neuer IVSS-Bericht über Entwicklungen und Trends der sozialen Sicherheit in Afrika

Neuer IVSS-Bericht über Entwicklungen und Trends der sozialen Sicherheit in Afrika

Die Internationale Vereinigung für Soziale Sicherheit (IVSS) hat ihren neuen Bericht Social security developments and trends – Africa 2023 (Entwicklungen und Trends der sozialen Sicherheit – Afrika 2023) veröffentlicht, der Innovationen und gute Praxis für die Ausweitung und Verbesserung der sozialen Sicherheit in der Region zusammenfasst.

Der Bericht beschreibt wichtige Entwicklungen und Innovationen sowie die Art und Weise, wie die Institutionen der sozialen Sicherheit die Agenda der sozialen Sicherheit vorantreiben. Er dient zudem als Diskussionsgrundlage für das IVSS-Regionalforum für soziale Sicherheit für Afrika, das heute eröffnet wurde.

„Mit diesem Bericht möchte die IVSS Wissen präsentieren und Gespräche anregen, die zu einer weiteren Stärkung der sozialen Sicherheit in Afrika beitragen“, erklärte IVSS-Generalsekretär Marcelo Abi-Ramia Caetano.

Die größte Herausforderung Afrikas ist die Ausweitung der Deckung der sozialen Sicherheit. Trotz beträchtlicher Fortschritte hinken die Deckungsquoten hinter denjenigen anderer Regionen hinterher. Nur 17,4 Prozent der Bevölkerung Afrikas sind durch mindestens eine Sozialschutzleistung gedeckt, verglichen mit 46,9 Prozent weltweit.

Doch es gibt auch Fortschritte zu vermelden. Im Bericht heißt es, dass fast alle Länder Afrikas umfassende Pläne und Strategien zur Entwicklung der sozialen Sicherheit vorgelegt haben und so, auch dank der Unterstützung der IVSS für ihre Mitglieder auf institutioneller Ebene, zum Erreichen des ehrgeizigen Ziels der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) von 40 Prozent Deckung durch die soziale Sicherheit bis 2025 beitragen. IAO und IVSS arbeiten eng zusammen, um gemeinsam das globale Ziel eines Sozialschutzes für alle bis 2030 zu erreichen, wie es in den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen verankert ist.

Die Anstrengungen und Erfolge bei der Ausweitung der Deckung gehen Hand in Hand mit anderen wichtigen Entwicklungen und Trends in der sozialen Sicherheit in Afrika, wie sich in den verschiedenen Kapiteln des Berichts nachlesen lässt. Die Deckungsausweitung erhöht dank koordinierter Sozialprogramme den Schutz der Menschen vor Eventualitäten im Lebensverlauf. Diese Entwicklungen haben stark mit Transformationen und Innovationen in der Verwaltung zu tun, und die Institutionen Afrikas unternehmen bedeutende Anstrengungen, um ihre Verwaltungspraxis zu professionalisieren und zu modernisieren. Dank dieser Erfolge erhöht sich die Resilienz der Institutionen und der gesamten Gesellschaft, was auch entscheidend dazu beiträgt, die negativen Auswirkungen unvorhergesehener Ereignisse wie etwa der Coronapandemie einzudämmen.

Im Bericht wird zudem aufgezeigt, wie überall in Afrika wichtige Gesetzesreformen eingeleitet wurden, um die Deckung zu erhöhen. Es finden sich Beispiele, wie die Deckung von Altersrentensystemen durch konkrete Reformen verbessert und neue Krankenversicherungssysteme eingeführt oder bestehende ausgeweitet wurden. Genauer beleuchtet werden überdies Anstrengungen zur Ausweitung beitragsabhängiger Systeme der sozialen Sicherheit auf schwer zu deckende Gruppen wie Selbstständige, Beschäftigte der informellen Wirtschaft, Arbeitsmigranten und weitere Beschäftigtengruppen.

Interaktives Format

Der Regionalbericht über Entwicklungen und Trends der sozialen Sicherheit in Afrika steht als e-Publikation in einem interaktiven internetbasierten Format zur Verfügung, in dem die Leser leicht zwischen Inhalten navigieren und ihr neu erworbenes Wissen teilen können. Er bietet einen einfachen Zugang zu reichhaltigen Informationen und Ressourcen über die verschiedenen im Bericht behandelten Themen. Außerdem kann eine druckerfreundliche PDF-Version heruntergeladen werden.