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Für die Entwicklung einer Kultur der Prävention "von der Schule ins Berufsleben"
IVSS, 11.08.2011 | Feature

Photo: M. Crozet/ILO

Junge Beschäftigte sind eine besonders gefährdete Gruppe hinsichtlich der Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Sie sind deutlich mehr physischem Druck und organisatorischen Zwängen ausgesetzt und erleiden häufiger Unfälle als ältere Beschäftigte.

Die Erklärung von Seoul zur Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (OSH)
- unterstützt kontinuierliche Maßnahmen zur Entwicklung und Gestaltung einer Präventionskultur,
- bestätigt die Wichtigkeit der Aus- und Weiterbildung in der Prävention und richtet sich explizit an Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

Die Internationale Vereinigung für Soziale Sicherheit der Sektion "Erziehung und Ausbildung zur Prävention” hat eine führende Rolle gespielt bei Überlegungen zur Integration von Sicherheit und Gesundheit (bei der Arbeit) in die schulische Bildung, Berufsausbildung und beim Einstieg in die Arbeitswelt unter dem Motto" Von der Schule in den Beruf”.


Die von der Sektion erarbeiteten und verabschiedet drei internationalen Texte bilden ein kohärentes Ganzes und beschreiben einen konkreten Prozess zur Förderung der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes bei jungen Menschen:

Die von der Sektion erarbeiteten und verabschiedet drei internationalen Texte bilden ein kohärentes Ganzes und beschreiben einen konkreten Prozess zur Förderung der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes bei jungen Menschen:

  • Das Protokoll von Québec  richtet sich an die zuständigen Organisationen und Ministerien mit dem Ziel der Integration von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in die schulische, berufliche und technischen Ausbildung;
  • Die Berliner Erklärung  schlägt eine Strategie in drei Stufen vor
    • Sicherheits- Gesundheitserziehung/-förderung (Schule)
    • Sicherheit und Gesundheit in Lehre und Ausbildung (Berufsausbildung)
    • Betreuung und Unterstützung junger Berufseinsteiger und neuer Mitarbeiter
  • Die Charta von Lissabon  konkretisiert die Modalitäten für die Orientierung (Einarbeitung) und Unterstützung Jugendlicher oder neue Mitarbeiter in Fragen der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes.

 

Die Ziele der Erziehung und Ausbildung zur Prävention sind dabei

  • das Bewusstsein aller Bürger – und insbesondere der Arbeitnehmer – auf die Gefährdungen zu lenken, denen sie ausgesetzt sind oder die sie für sich selbst und andere verursachen können;
  • die Fähigkeit zu erlangen, einen relevanten Beitrag zur Vermeidung und Verminderung von Gefährdungen leisten zu können.

 

Die Grundsätze, die die Erhaltung und Entwicklung einer Kultur der Prävention fördern sind

  • Der Erwerb von Fähigkeiten (Kompetenzen) im Rahmen der Bildungsprozesse;
  • Eine regelmäßige Evaluierung dieser erworbenen Kompetenzen;
  • Die Notwendigkeit vorbildlicher Praktiken in Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz während der Ausbildung und innerhalb des Unternehmens;
  • Materialien, Ausrüstungen und die Arbeitsumwelt müssen mit Normen und Vorschriften übereinstimmen.

 

Prinzipien der Partnerschaft

Die Integration von OHS in die Bildungssysteme (Lehrpläne) und die beruflichen Ausbildung bedeutet die Bündelung der personellen, technischen und finanziellen Mittel unterschiedlicher Institutionen, Organisationen und Ministerien.

Das Prinzip der Partnerschaft ermöglicht den für die Prävention und den für die Ausbildung Verantwortlichen ihre Rolle und Verpflichtungen zu klären und die Dauerhaftigkeit (Nachhaltigkeit) der Aktivitäten durch ein einvernehmliches Abkommen zu garantieren. Diese Partnerschaften erfordern auch die Zusammenarbeit mit den Unternehmen, die für die Arbeitsumgebung verantwortlich sind.ironment.

 

Aktivitäten der Sektion "Erziehung und Ausbildung zur Prävention"

Die Sektion "Erziehung und Ausbildung zur Prävention“ der Internationalen Vereinigung für Soziale Sicherheit verpflichtet sich, diese allgemeinen Grundsätze zur Entwicklung einer Kultur der Prävention von der Schule bis in den Beruf zusammen mit seinen Mitgliedern und allen einschlägigen Organisationen, Institutionen, Berufszweigen und Regierungsstellen zu fördern. Daher

  • fördert und unterstützt sie nationale, regionale oder lokale Vereinbarungen zwischen den zuständigen Institutionen und Organisationen;
  • unterstützt die Ministerien der verschiedenen Länder, indem sie ihr Knowhow bei der Integration von Präventionsthemen in die schulische Bildung, Berufsausbildung und Wirtschaft zur Verfügung stellt;
  • berichtet im Rahmen internationaler Veranstaltungen über die Fortschritte

 

Text zum Download

 

Deutsch
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Englisch
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Französisch
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Türkisch
[ tr-Trilogie.pdf 69,31 kB ]


Region: International
Type: Feature
Themen: Arbeitsrisiken

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