Eine der wichtigsten Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte besteht in der Sicherung eines angemessenen Einkommens der älteren Menschen von morgen, ohne die Fähigkeiten jüngerer Generationen dafür übermäßig zu beanspruchen. Von welcher Bedeutung das Altern der Bevölkerung für die kommenden Jahrzehnte ist, wurde von der Zweiten Weltversammlung zu Fragen des Alterns in Madrid und im Madrider Internationalen Aktionsplan 2002 zur Frage des Alterns unterstrichen.
Angesichts der überall auf der Welt alternden Bevölkerungen nimmt die Besorgnis darüber zu, ob die Sozialschutzsysteme diesen Herausforderungen gewachsen sein werden. Viele der Diskussionen über Rentenreformen und Kosteneindämmung im Gesundheitswesen drehten sich in den letzten Jahren um deren wirtschaftliche Nachhaltigkeit angesichts alternder Bevölkerungen. Die Finanzierbarkeit alternder Gesellschaften hängt unverbrüchlich davon ab, wie wirtschaftlich nachhaltig der künftig bereitgestellte Sozialschutz ist. Dies ist allerdings nur eine Seite der Medaille – ebenso wichtig ist die soziale Nachhaltigkeit einer alternden Bevölkerung. Wenn individuellen Wahlmöglichkeiten und Eigenverantwortung mehr Gewicht verliehen wird, wie lässt sich sicher stellen, dass es nicht zu einer Spaltung oder gar Destabilisierung der Gesellschaft kommt? Wie können Systeme der sozialen Sicherheit den Herausforderungen und Chancen der alternden Gesellschaft auf der ganzen Welt begegnen? Wie lässt sich die soziale Sicherheit der Bevölkerung effizient und gerecht gewährleisten? Die Zukunft der alternden Gesellschaften hängt davon ab, wie erfolgreich wirtschaftliche und soziale Nachhaltigkeit in einem umfassenden Ansatz der sozialen Sicherheit vereint werden können.
Der vorliegende Beitrag umreißt zehn zentrale Fragen in Verbindung mit dem Altern, dem Sozialschutz und der Nachhaltigkeit und diskutiert sie vor dem Hintergrund jüngster Entwicklungen in der sozialen Sicherheit und in der Gesellschaft
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