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Optimale Kapitaldeckung in Rentensystemen
Technischer Bericht 16
Optimale Kapitaldeckung in Rentensystemen
This paper attempts to throw some light on the debate by providing simulation results on the sensitivity of alternative financing methods to a changing demographic environment and a volatile economic environment.

Wie können Organisationen der sozialen Sicherheit die Rentenfinanzierung angesichts des demografischen Wandels und der volatilen Wirtschaft optimieren? Diese Frage ist in vielen Ländern, in denen sich umlagefinanzierte Systeme der sozialen Sicherheit, die Rentnern bedeutende Leistungen bereitstellen, der Herausforderung durch die alternde Bevölkerung stellen müssen, von herausragender Bedeutung. In der aktuellen Rentenreformdebatte ist immer wieder zu hören, dass private voll kapitalgedeckte Systeme dem "neuen Umfeld" besser angepasst seien und sich daher die Rolle der staatlichen Systeme auf die Linderung von Armut beschränken solle. Die Unfähigkeit der umlagefinanzierten Systeme, die infolge der Bevölkerungsalterung steigenden Rentenkosten zu bewältigen, wird als wichtigstes Argument für solche Strukturreformen angeführt.

Der vorliegende Beitrag will die Debatte beleuchten, indem er Simulationsergebnisse über die Sensitivität alternativer Finanzierungsmethoden auf demografische Veränderungen und ein volatiles wirtschaftliches Umfeld vorstellt. Mit anderen Worten wird argumentiert, dass man sich mit der Notwendigkeit stabiler Beitragssätze nicht nur vor dem Hintergrund des demografischen Umfelds, sondern auch unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Faktoren wie Zinssätze, Löhne und Preise befassen muss, die alle entscheidend für die Rentenfinanzierung sind. Der Beitrag untersucht die mit der Auswahl eines Finanzierungssystems verfolgten Ziele und die Determinanten für die Beitragssätze. Dabei werden Informationen über die demografischen und wirtschaftlichen Merkmale verschiedener Länder diskutiert und als Input für versicherungsmathematische Simulationen verwendet. Diese Simulationen zeigen, dass die einzelnen Finanzierungsmethoden auf unterschiedliche Bevölkerungs- und Wirtschaftsszenarios verschieden reagieren und dass sich ganz allgemein eine entsprechende Kombination aus Systemen mit Umlageverfahren und Kapitaldeckung als optimal erweisen dürfte. Ausgehend von der klassischen Portfolioanalyse lautet eine wichtige Schlussfolgerung, dass die Teilkapitaldeckung ein optimaler Ansatz für die Maximierung der Einnahmen des Systems auf lange Sicht ist.

Report:
TR-16-4.pdf 248,49 kB

Autor: Pierre Plamondon, Denis Latulippe
IVSS, 2003
Themen: Alter / Hinterbliebene, Finanzierung
Tagungen: 28. Generalversammlung der IVSS.
Regionen: International
Sprache: Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch

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