IVSS
Soziale Sicherheit weltweit fördern und entwickeln.
Homepage / Beobachtungsstelle / Länderprofile / China, Volksrepublik / Reforms / China erwägt landesweite Altersbeihilfen
China erwägt landesweite Altersbeihilfen

Das Ministerium für zivile Angelegenheiten gab jüngst bekannt, dass über 80-Jährige in ganz China eine einheitliche Altersbeihilfe erhalten werden. Dieser Schritt signalisiert, dass die Regierung beschlossen hat, die Politik unterschiedlicher Beihilfen für Ältere in unterschiedlichen Regionen 2010 aufzugeben.

 

Abgesehen von den drei Metropolen (Beijing, Shanghai und Tianjian) hatte zuvor nur die Autonome Region Ningxia Hui eine monatliche Altersbeihilfe für über 80-Jährige eingeführt, die über eine Bankkarte ausgezahlt wird.

 

Obwohl Ningxia Hui eine weniger entwickelte Provinz im Nordwesten Chinas ist, wurde im Mai 2009 in der gesamten Provinz ein aus dem Haushalt finanziertes Alterssubventionssystem eingeführt, das allen Älteren in ländlichen Gebieten ohne Bedürftigkeitsprüfung und älteren bedürftigen Stadtbewohnern zugutekam, die in Familien mit niedrigem Einkommen leben und kein regelmäßiges Einkommen haben. Die monatliche Leistung reicht von CNY 300 für ab 100-Jährige bis zu 130 Prozent des örtlichen garantierten Mindesteinkommens (einer aus Steuern finanzierten und bedürftigkeitsabhängigen Sozialhilfeleistung) für Personen zwischen 90 und 99 Jahren beziehungsweise 100 Prozent des örtlichen garantierten Mindesteinkommens für Personen zwischen 80 und 89 Jahren.

 

In Beijing wurde neben den Altersbeihilfen (deren Höhe altersabhängig ist und die in der Form von Dienstleistungsgutscheinen für Ältere ausgezahlt werden) an mehr als 1,3 Millionen Einwohner ab 65 Jahren eine Seniorenkarte für Vorzugsbehandlung ausgegeben, die ihnen ermöglicht, kostenlos öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, die 150 Parks im Staatsbesitz zu besuchen und einige der kommunalen Erholungseinrichtungen zu benutzen. Ein Teil der älteren Bürger erhielt auch ein kostenloses Mobiltelefon.

 

Aus offiziellen Berichten geht hervor, dass es in China im September 2009 insgesamt 18,05 Millionen Ältere ab 80 Jahren gab und ihre Zahl jedes Jahr um eine Million steigen dürfte. Die Bevölkerung des Landes ab 60 Jahren hat die 149-Millionen-Marke überschritten, was einem Bevölkerungsanteil von mehr als 11 Prozent entspricht. Demgegenüber gibt es nur 38.000 Pflegeeinrichtungen für Senioren mit insgesamt etwa 1,2 Millionen Betten landesweit; dies entspricht einem Verhältnis von lediglich 8,6 Betten für jeweils 1.000 Ältere.

Quelle:

http://china.huanqiu.com/roll/2010-04/775446_2.html (in Chinese); http://shfl.mca.gov.cn/article/gdxx/20090900038139.shtml (in Chinese); http://www.mca.gov.cn/article/zwgk/gzdt/200909/20090900038489.shtml (in Chinese); http://www.mca.gov.cn/article/zwgk/fvfg/shfhshws/200906/20090610031777.shtml (in Chinese); http://chinadaily.cn/china/2010-04/13/content_9724307.htm (in English).

Publication date: 2010

Kategorie: Leistungen
Zweig: Alter, Invalidität, Hinterbliebene
Zurück

News

Argentinischer Vizepräsident sieht Investitionen in Sozialschutz als „Alternative zu Sparmaßnahmen“
Video  IVSS, 15.05.2012 | News
Amado Boudou spricht an einer Veranstaltung der IVSS in Genf
Strengthening the social protection of migrant workers in Eurasia
IVSS, 15.05.2012 | News
ISSA representatives received by Moldovan Deputy Prime Minister
The ISSA Good Practice Award for the Americas
IVSS, 14.05.2012 | News
Submission deadline: 31 August 2012