Die in Frankreich begonnene Pilotstudie sollte die Machbarkeit der Sammlung vergleichbarer Daten prüfen, um zentrale Leistungsindikatoren zu entwickeln. Aus praktischen Gründen begrenzte die Studie ihre Fragestellungen auf Verwaltungsabläufe bei den Altersrenten.
Die ausgewählten Indikatoren konzentrieren sich auf vier zentrale Elemente der Governance (Personalverwaltung und IKT-Ressourcen; Investitionen; Leistungen und Erbringen von Dienstleistungen sowie die finanzielle Tragfähigkeit) und sollen es den Organisationen der sozialen Sicherheit erlauben, ihre eigene Entwicklung zu verfolgen sowie diese im Vergleich zu anderen Organisationen in der Datenbank zu beobachten.
Da solche, Vergleiche erlaubende, Indikatoren zuvor nicht verfügbar waren, wurde die IVSS aufgefordert, diese Arbeit fortzusetzen. Sie könne den Organisationen zeigen, was effizient und effektiv ist, sowie gute Praxis und den Fortschritt fördern.
Herr Ramon-Baldé, Direktor für Forschung und Entwicklung an der Nationalen Hochschule für soziale Sicherheit Frankreichs unterstrich, dass gegenwärtig nicht die Absicht bestehe, mit den Indikatoren eine Rangfolge der Leistungsfähigkeit der Träger der sozialen Sicherheit zu erstellen. Allen teilnehmenden Organisationen wurde daher die Anonymität zugesichert. Es sei auch in keiner Weise zu erwarten, dass solche Indikatoren zur Beeinflussung des politischen Entscheidungsprozesses verwendet würden, da eine solche Rolle außerhalb des Mandats der IVSS liege.
Spezifische Herausforderungen für das Durchführen einer vollständigen Erhebung bestünden in einer klaren Definition dessen, was „Leistung” ausmacht, der verwendeten Terminologie und der zu entwickelnden Indikatoren.
Es bestand Einvernehmen darüber, dass weitere Diskussionen erforderlich seien, um den Fragebogen, der für die Datensammlung verwendet wird, zu verfeinern und weitere Dimensionen darin aufzunehmen. Es müssten auch Entscheidungen darüber gefällt werden, ob und welche andere Bereiche der sozialen Sicherheit in die Umfrage aufgenommen würden, sowie darüber, welche Informationstiefe von den teilnehmenden Organisationen erwartet wird.
Die Bedeutung der Benchmarking-Initiative wurde von Herrn Sørensen von der Arbeitsmarkt-Zusatzrentenanstalt Dänemarks zusammengefasst. „Was gemessen wird, lässt sich managen”, meinte er.
Ohne eine solche Messung sei es unmöglich, die Leistungsfähigkeit der gegenwärtigen Abläufe zu bewerten und Fortschritte zu machen.