Technical Seminar on Social Protection of Migrant Labour and Globalization.
Die Hauptgeschäftsführer und Direktoren einiger der wichtigsten Organisationen der sozialen Sicherheit in der Region haben beschlossen, eine Rahmenerklärung auszuarbeiten, in der Prinzipien für Rechte der sozialen Sicherheit formuliert und die administrativen Vorgänge für die Überweisung und Auszahlung von Leistungen zwischen Empfänger- und Geberländern beschrieben werden sollen.
Der Beschluss wurde anlässlich eines Fachseminars über Sozialschutz für Migrantenarbeiter und Globalisierung gefasst, das im Anschluss an die Eröffnung der neuen IVSS Anlaufstelle für Eurasien in Baku stattfand.
Der Vorsitzende des Staatlichen Sozialschutzfonds (SSPF) der Republik Aserbaidschan und Gastgeber Salim Muslumov sagte, die verstärkte Migration habe in der Region zu einer Zunahme der Anträge auf soziale Sicherheit geführt, einschließlich der Rentenansprüche von Staatsbürgern aus Nachbarländern.
Der Vorschlag, ein Leitdokument für einen gemeinsamen Rahmen zu erarbeiten, wurde von den Seminarteilnehmern eingebracht, die sich bereit erklärten, eine Arbeitsgruppe aus Mitgliedern der IVSS und der Internationalen Vereinigung der Renten- und Sozialfonds (IAPSF) zu bilden. Die Vorsitzende der Arbeitsgruppe wird Maria Borta sein, Präsidentin des Landesamts für Sozialversicherung der Republik Moldau. Die Arbeitsgruppe soll ihre Vorschläge und Schlussfolgerungen innerhalb von 12 Monaten den IVSS Mitgliedern der Region vorlegen, welche sie sodann den verantwortlichen Ministerien und Regierungsstellen der Region unterbreiten werden.
Schutz benachteiligter Gruppen
IVSS-Generalsekretär Hans-Horst Konkolewsky begrüßte den Vorschlag für ein Rahmendokument. „Ein ganz dringliches Thema ist der Sozialschutz nicht regulärer und illegaler Arbeitsmigranten, die eine besonders benachteiligte Gruppe darstellen“, sagte er.
„Das Rahmendokument sollte sich auf die Prinzipien und Werte der entsprechenden internationalen Instrumente berufen und dabei auf der Arbeit anderer internationaler Organisationen, insbesondere des IAA, der UNO und des Europarats, aufbauen“, betonte er.
„Dies ist ein erster vielversprechender Schritt, der klar zeigt, welchen Wert die neue IVSS Anlaufstelle als Plattform für Führungspersönlichkeiten der sozialen Sicherheit hat, da hier neue Lösungen für die wichtigsten Herausforderungen der Region erörtert und ausgearbeitet werden können“, fügte Konkolewsky hinzu.