Beim Governance Toolkit handelt es sich um ein interaktives Online-Werkzeug, das den sich wandelnden Bedürfnissen der Verwaltungsräte und Führungskräfte der Träger der sozialen Sicherheit entgegenkommt und den Mitgliedsorganisationen der IVSS zur Verfügung steht. Es versteht sich als entwicklungsfähiges Instrument, das in seiner ersten Fassung sechs Verwaltungsbereiche behandelt, darunter versicherungsmathematische und Investitionsregeln, die Verhinderung von Betrug und Korruption, die Aufrechterhaltung von Dienstleistungsstandards, Investitionen in IKT und Personalpolitik.
Mit der Veröffentlichung des Toolkit sendet die Vereinigung ein wichtiges positives Signal an alle Beteiligten und an der Arbeit der staatlichen Träger der sozialen Sicherheit Interessierten.
Errol Stoové, CEO der holländischen Sozialversicherungsbank (Sociale Verzekeringsbank) erläuterte den WSSF-Delegierten, dass es bei guter Verwaltungsführung (good governance) um das Ausüben von Autorität geht und diese sich auf fünf Prinzipien stützt: Rechenschaftspflicht, Transparenz, Vorhersehbarkeit, Partizipation und Dynamik.
Vertrauen in der Öffentlichkeit bilden
Die Zeitpunkt der Publikation des Toolkit wurde als günstig gesehen, da die Finanzkrise ein Schlaglicht auf Probleme der Regulierung und des Risikomanagements geworfen habe. Eine verbesserte Governance, so erwartet man, werde zu besserer Leistung führen, die wiederum das Vertrauen der Öffentlichkeit stärke. Ein solches Vertrauen mache dann den Weg für mehr Transparenz und Partizipation frei, Elemente, die für zukünftige innovative Verbesserungen in Verwaltung und Governance von grundlegender Bedeutung seien.
In einer Welt, in der die Regulierung häufig misslinge, helfe das Toolkit Führungskräften in der sozialen Sicherheit, immer „richtig zu handeln“, folgerte Herr Stoové.