Von Links: Vusi Madonsela, Generaldirektor, Ministerium für Sozialentwicklung, Südafrika; IVSS-Präsidentin Corazon de la Paz-Bernardo; Bathabile Dlamini, Ministerin für Sozialentwicklung, Südafrika; IVSS-Generalsekretär Hans-Horst-Konkolewsky; IVSS-Vizepräsident Fidel Ferreras Alonso
„In der globalen Gemeinschaft der sozialen Sicherheit herrscht ein starkes Gefühl der Zuversicht hinsichtlich unserer Fähigkeit, die vor uns stehenden Herausforderungen zu bewältigen“, stellte IVSS-Generalsekretär Hans-Horst Konkolewsky in seiner Abschlusserklärung zum Treffen fest.
Die Finanz- und Wirtschaftskrise habe viele Systeme der sozialen Sicherheit einem beispiellosen Druck ausgesetzt, aber auch die „herausragende“ Bedeutung der sozialen Sicherheit für die Verbesserung der Lebensbedingungen unserer Bevölkerungen deutlicher gemacht, in jedem einzelnen Land der Welt, erklärte Herr Konkolewsky.
„Die soziale Sicherheit ist nicht nur auf nationaler Ebene unentbehrlich für die gesellschaftliche Stabilität und wirtschaftliche Entwicklung, sie ist es auch für die globale Stabilität und Entwicklung, insbesondere in Zeiten zunehmender Globalisierung.“
Das Weltforum bot eine Plattform für Diskussionen und den Austausch eines breiten Spektrums kritischer Themen für die Organisationen der sozialen Sicherheit, einschließlich Verwaltung und Good Governance, Bevölkerungswandel und Ausweitung der Deckung, und es wurden einige wichtige Bedingungen für die zukünftige Ausbreitung der sozialen Sicherheit näher beleuchtet.
Politischer Wille und Vertrauen der Öffentlichkeit
„Die Institutionen der sozialen Sicherheit spielen eine wichtige Rolle, da sie den politischen Willen zur Stärkung der sozialen Sicherheit generieren und stützen, da die Qualität ihrer Leistungen für das Vertrauen der und die Unterstützung durch die Öffentlichkeit entscheidend sind, und da sie mit ihrer Kommunikation allgemeines Wissen über soziale Sicherheit verbreiten“, sagte Herr Konkolewsky.
Wenn die Systeme der sozialen Sicherheit Deckung und Zugang ausweiten wollten, müssten sie vermehrt in „proaktive und präventive Ansätze“ investieren, die Vermittelbarkeit auf dem Arbeitsmarkt, Gesundheit, Selbstverantwortung und Nachhaltigkeit stärkten, betonte Herr Konkolewsky.
Ausweitung der Deckung
Die Ausweitung der Deckung durch soziale Sicherheit war ein zentrales Thema des Forums, und Vertreter der IVSS und der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) stellten Strategien vor, wie Bevölkerungsgruppen ohne Sozialschutz erreicht werden können.
Die während des Forums erläuterte IVSS Strategie setzt auf die mögliche Rolle der Institutionen der sozialen Sicherheit, die Deckung auszuweiten, und die Strategie der IAO lädt die IVSS Mitgliedsinstitutionen zusätzlich dazu ein, sich für die Förderung einer globalen Grundsicherung einzusetzen und das Abkommen 102 zu ratifizieren.
Herr Konkolewsky räumte ein, dass die beiden Strategien einander ergänzen und eine enge Partnerschaft zwischen IVSS und IAO erfordern, und er begrüßte den Einsatz der beiden Organisationen für ein Protokoll, das „ein historischer Meilenstein in den internationalen Anstrengungen zur Ausweitung der Deckung“ zu werden verspreche.
Auf dem Weg zu einer „Kultur“ der sozialen Sicherheit
Zum Abschluss der Zusammenkunft verwies der IVSS Generalsekretär darauf, wie wichtig es sei, als Grundlage für die Zukunft eine „weltweite Kultur der sozialen Sicherheit“ aufzubauen.
„Ausbildung, Prävention, Vertrauen, Good Governance und die Qualität der Leistungen sind allesamt Grundsteine für den Aufbau einer solchen Kultur und können in diesen schwierigen Zeiten einen echten Beitrag zur Sicherung der finanziellen, gesellschaftlichen und politischen Legitimation der sozialen Sicherheit leisten“, sagte er.
Am Weltforum für soziale Sicherheit kamen über 1'200 Minister, Verwaltungsfachleute, leitende Manager und Experten der sozialen Sicherheit aus über 120 Ländern zusammen. Gastgeber des von der IVSS organisierten Treffens war das Ministerium für Sozialentwicklung der Republik Südafrika.