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Anpassung der Gesundheitssysteme an Trends bei chronischen Erkrankungen
IVSS, 08.12.2009 | Feature
Chronische Erkrankungen sind in fast allen Ländern die wichtigste Ursache für Pflegebedürftigkeit und Invalidität und werden im Jahr 2020 laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) 73 Prozent der Todesfälle und 60 Prozent der globalen Lasten durch Krankheiten verursachen. Diese Entwicklungen haben bedeutende Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung durch die soziale Sicherheit.

Unter der Schirmherrschaft des IVSS-Fachausschusses für Gesundheitsleistungen und Krankenversicherung wurde am 7. und 8. Dezember 2009 auf Einladung von Tunesiens Landeskasse für Krankenversicherung in Hammamet, Tunesien, ein Seminar organisiert, auf dem Innovationen und Strategien zur Anpassung von Gesundheitssystemen der sozialen Sicherheit an Trends bei chronischen Erkrankungen diskutiert wurden.

Die Diskussionen drehten sich um die Stärkung der Gesundheitsförderung, Vorbeugung der wichtigsten Risikofaktoren für chronische Erkrankungen in Verbindung mit Änderung der Lebensweise und die alternde Bevölkerung sowie um Innovationen zum Erreichen besserer Ergebnisse in Bezug auf Kosteneffizienz und Qualität der Versorgung für Patienten mit chronischen Erkrankungen. Vertreter von Gesundheitsversorgungsinstitutionen der sozialen Sicherheit aus Österreich, Frankreich, Deutschland, der Republik Korea, Libanon, Philippinen, Thailand und Tunesien stellten nationale Erfahrungen in Verbindung mit diesen Themen vor.

Zur Eröffnung sprach der Direktor der IVSS-Beobachtungsstelle für soziale Sicherheit, Herr Yannick D’Haene, und betonte, dass die traditionelle Finanzierungsrolle von Institutionen der sozialen Sicherheit, welche Gesundheitssysteme verwalten, immer häufiger durch eine eher proaktive Rolle ergänzt wird. Der Vorsitzende des Fachausschusses für Gesundheitsleistungen und Krankenversicherung, Herr Emanuel Humba (oben auf dem Bild links), betonte, dass Handlungsbedarf bestehe, um den Zugang zu bezahlbarer Versorgung zu verbessern und den finanziellen Schutz angesichts der Verdoppelung der ansteckenden und nichtansteckenden Erkrankungen in den Entwicklungsländern zu stärken.

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Die WHO-Referentin, Frau Janet Voute, stellte die Trends bei nichtübertragbaren Krankheiten weltweit und eine globale Strategie für ihre Prävention und Kontrolle vor und lud die Institutionen der sozialen Sicherheit und die IVSS dazu auf, aktive Partner in dieser Strategie zu werden. Herr Michele Cecchini (Bild) von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) stellte Daten über die Kosteneffizienz verschiedener Präventionsmaßnahmen vor.

Die Hauptergebnisse einer vergleichenden Studie des IVSS-Fachausschusses für Gesundheitsleistungen und Krankenversicherung zu Maßnahmen von Gesundheitssystemen in acht Ländern wurden ebenfalls vorgestellt.


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