Für den staatlichen Sozialversicherungshaushalt von Lettland wird für die nächsten paar Jahre ein beträchtliches Defizit vorhergesagt. Angeblich wird für 2011 ein Defizit von 277,4 Millionen lettischen Lats (LVL) (USD 443,7 Millionen) veranschlagt, für 2012 LVL 210,9 Millionen (USD 394,2 Millionen), und die Situation dürfte auch 2013-14 anhalten.
Angesichts dieser schwierigen Finanzlage und um die Tragfähigkeit des nationalen Systems der sozialen Sicherheit zu gewährleisten, hat die Regierung von Lettland entschieden, die gegenwärtigen Restriktionen bei Kranken-, Mutterschafts-, Vaterschaftsleistungen, Elterngeld und Arbeitslosenleistungen bis zum 31. Dezember 2014 zu verlängern.
Durch diese Maßnahmen dürften 2013 LVL 25,83 Millionen, 2014 LVL 26,42 Millionen eingespart werden.
Die Restriktionen gelten nicht für Menschen mit tiefen Einkommen, die rund 79 Prozent der Sozialversicherungsempfänger im Land darstellen. Insbesondere werden die Sozialleistungen auf LVL 11,51 (rund USD 654) pro Monat begrenzt, plus 50 Prozent des LVL 11,51 übersteigenden Betrags.
Im Jahr 2010 erhielten 60.316 Empfänger Arbeitslosenleistung; 1.215 Empfänger bezogen Mutterschaftsleistungen; 591 Empfänger Vaterschaftsleistungen; 12.945 Empfänger bekamen Elternbeihilfe und 15.789 Empfänger Krankheitsleistungen.
Quelle: http://www.apsf.ru/AM2/Snigenj_SocPosob_do_2014_22062011_latd.shtml; www.baltic-course.com/eng/legislation/?doc=39100
Datum des Inkrafttretens: 2011